| Bundesliga | DFB-Pokal | UEFA-Pokal | Länderspiele |
| UI-Cup | Qualifikation | 1. Runde | Gruppenphase | 3. Runde | Achtelfinale | Viertelfinale | Halbfinale | Finale |
Donnerstag, 02.10.2008, 18:15 Uhr
| Ergebnis |
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2 : 2 (0 : 0) |
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Schiedsrichter
Zuschauer
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Michael Leslie Dean (ENG) |
10.000 |
| Aufstellung | |
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1
Jens Lehmann
3
Ricardo Osorio
5
Serdar Tasci
7
Martin Lanig
9
Ciprian Marica
11
Thomas Hitzlsperger
15
Arthur Boka
16
Sebastian Rudy
19
Roberto Hilbert
28
Sami Khedira
33
Mario Gomez
|
1
Karamfil Ilchev
3
Jovaldir
5
Nikolay Domakinov
6
Tanko Dyakov
7
Stanislav Stoyanov
8
Ricardo Pires
20
Mihail Lazarov
21
Georgi Iliev
22
Milen Petkov
23
Daniel Georgiev
77
Yordan Yurukov
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| Tore | |||||||||||||
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| Auswechslungen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Karten | |||||||||||||||||||||||||||||||
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| Trainer | |
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Armin Veh
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Nikola Spasov
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Vier Veränderungen nahm VfB-Cheftrainer Armin Veh in seiner Startelf beim UEFA-Cup-Rückspiel gegen Cherno More Varna im Vergleich zum letzten Bundesliga-Auftritt in Dortmund vor. Für den verletzten Khalid Boulahrouz (Muskelfaserriss) und den erkrankten Matthieu Delpierre (Fieber) sowie Ludovic Magnin und Cacau, denen eine Pause gegönnt wurde, begannen Ricardo Osorio, Arthur Boka, Sebastian Rudy und Geburtstagskind Ciprian Marica. Osorio rückte von der rechten Seite in die Innenverteidigung und Debütant Sebastian Rudy übernahm im Mittelfeld den Platz von Roberto Hilbert, der in der Abwehrreihe aushelfen musste. Boka verteidigte wie gewohnt auf links und Ciprian Marica bildete zusammen mit Mario Gomez den Angriff im 4-4-2-System des VfB.
Vor lediglich 10.000 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena begann der VfB mit Schwung. Martin Lanig versuchte es aus der Distanz und hatte wenig später nach einer flachen Hereingabe von Sebastian Rudy eine weitere Möglichkeit, die jedoch beide nicht von Erfolg gekrönt waren, Letztere weil ein Abwehrbein der Bulgaren beim Abschluss des Blondschopfes im Wege war. Der VfB kontrollierte danach das Geschehen, ohne mit letzter Konsequenz nach vorne zu spielen, was nach dem 2:1-Hinspielsieg jedoch auch nicht zwingend notwendig war. Vielmehr versuchte die Veh-Elf den Gegner etwas zu locken, um mehr Räume für das eigene Offensivspiel zu bekommen, ein Vorhaben, dem Varna jedoch nicht nachzukommen gedachte. So dauerte es bis zur 18. Minute, ehe es vor dem Tor der Gäste mal wieder gefährlich wurde. Sami Khedira drang in halbrechter Position in den Strafraum ein und legte quer auf Mario Gomez, dessen Linksschuss Karamfil Ilchev jedoch sicher parieren konnte. Der VfB-Angreifer versuchte es wenig später nach einem Pass von Thomas Hitzlsperger aus großer Distanz erneut, setzte die Kugel dabei aber weit über das Tor.
Nach 25 Minuten tauchten dann auch die Gäste zum ersten Mal vor dem VfB-Tor auf. Nach einer Ecke kam Mihail Lazarov aus halbrechter Position zum Schuss, bei dem Jens Lehmann im VfB-Kasten jedoch nicht gefordert wurde. Ciprian Marica hatte wenig später freie Bahn und kam im Strafraum zu Fall, da Varnas Keeper Karamfil Ilchev dem Rumänen entgegengestürzt war, was Schiedsrichter Michael Leslie Dean jedoch nicht als Foul, sondern als Schwalbe von Marica bewertete und mit der gelben Karte bestrafte. Im Gegenzug hatte Varna dann bei einem Konter mal Platz, allerdings kam das Zuspiel von der rechten Seite zu ungenau und Roberto Hilbert konnte die Situation deshalb klären. "Aushilfsverteidiger" Hilbert setzte anschließend in der Offensive den nächsten Akzent. Im Strafraum von Ciprian Marica bedient, flankte er gefährlich in die Mitte auf Mario Gomez und nur die Fingerspitzen des gut reagierenden Karamfil Ilchev verhinderten einen erfolgreichen Abschluss des VfB-Angreifers. Kurz vor der Pause kam Mario Gomez schließlich noch im Strafraum frei zum Kopfball, suchte aber im Zentrum einen Mitspieler, der nicht zu finden war, statt die Kugel auf den Kasten der Bulgaren zu drücken. Und da auch Martin Lanig in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs im Strafraum nicht richtig zum Abschluss kam, ging es torlos in die Kabinen.
Hitzlsperger und Gomez mit der späten Rettung
Unverändert gingen beide Teams zunächst den zweiten Durchgang an, der für den VfB mit einer kalten Dusche begann. Denn ein Rückpass von Serdar Tasci überraschte Jens Lehmann auf dem falschen Fuß, der hernach ausrutschte und die Kugel passieren lassen musste. Yordan Yurukov hatte wenig Mühen das Geschenk der VfB-Hintermannschaft zum 0:1 zu veredeln. Und nur kurz danach bot sich den Bulgaren gar die Chance zu einem zweiten Treffer, als Jens Lehmann außerhalb des Strafraums nicht entscheidend klären konnte. Yurukov schloss direkt ab und der noch von einem Teamkameraden abgelenkte Ball flog letztlich über das Tor des VfB. In Minute 54 fehlte dann aber nicht viel zum Ausgleich. Martin Lanig bediente in halblinker Strafraumposition Mario Gomez, dessen Abschluss hauchdünn am langen Pfosten vorbei strich. Wenig später drang Gomez dann in den Strafraum ein. Seinen Querpass auf Ciprian Marica konnte Jovaldir dem Rumänen in allerhöchster Not noch vom Fuß spitzeln und zur Ecke lenken. Nach etwas mehr als einer Stunde wechselte Armin Veh erstmals aus und ersetzte im Angriff Ciprian Marica durch Cacau. Und bei den Gästen kam wenig später Adrian Fernandez anstelle von Milen Petkov zum Zug. Das Spiel fand in dieser Phase quasi gar nicht statt, denn zahlreiche Fouls und Unterbrechungen boten wenig Unterhaltsames. Mitte der zweiten Hälfte war die Veh-Elf dann mächtig im Glück, als Fernandez von der rechten Seite flankte und im Zentrum Yordan Yurukov vollkommen frei zum Kopfball kam. Sein Versuch landete jedoch nur in den Armen von Jens Lehmann. Auf der anderen Seite hob Sebastian Rudy einen Freistoß von der linken Seite an die Strafraumgrenze auf Thomas Hitzlsperger, dessen Volleyschuss jedoch abgefälscht wurde und am Tor vorbei ging. 20 Minuten vor dem Ende kam auf Seiten des VfB schließlich Ludovic Magnin für Martin Lanig ins Spiel. Wenig später bediente dann Arthur Boka im Strafraum mit der Hacke Mario Gomez, der von der bulgarischen Hintermannschaft jedoch noch mit vereinten Kräften eingebremst werden konnte. Ein Freistoß elf Minuten vor dem Ende brachte den Gästen dann gar das 0:2 ein. Georgi Iliev zirkelte den Ball von der linken Seite direkt ins lange Eck und gab Jens Lehmann das Nachsehen. Doch die Antwort des VfB folgte recht schnell. Nach einer Ecke von Sebastian Rudy und einer Kopfballverlängerung zog Thomas Hitzlsperger mit seinem schwächeren rechten Fuß ab und traf zum 1:2-Anschlusstreffer ins lange Eck. Fünf Minuten vor Schluss vollzog Armin Veh den dritten und letzten Wechsel. Georges Mandjeck ersetzte Sebastian Rudy im Mittelfeld des VfB, der nun auf den zweiten Treffer drängte. Cacau startete am rechten Flügel durch und flankte auf Mario Gomez, dessen Direktabnahme jedoch über das Tor flog. Thomas Hitzlsperger versuchte es danach aus der Distanz und fand in Karamfil Ilchev seinen Meister. In der Nachspielzeit zog Hitzlsperger erneut aus größerer Entfernung ab, sein Ball wurde aber nur zur Ecke abgefälscht. Doch diese erwies sich als entscheidend, denn Mario Gomez köpfte die Hereingabe unhaltbar ins lange Eck und sicherte dem VfB damit das Weiterkommen.
Die Auslosung der Gruppenphase findet am kommenden Dienstag, 07. Oktober, um 12.00 Uhr in Nyon statt.
Der VfB stand sich gegen Varna lange selbst im Weg. Nach einer schwachen ersten Hälfte, in der die Veh-Elf nicht nachhaltig gegen sehr defensive Gäste agierte, folgte kurz nach Wiederbeginn der Schock durch den geschenkten Treffer. Danach waren dem VfB die Verunsicherung und die Angst vor dem Ausscheiden anzumerken. Das 0:2 elf Minuten vor dem Ende schien die Partie bereits entschieden zu haben, wirkte sich letztlich aber als Weckruf für die Veh-Elf aus. Das Aus vor Augen legte der VfB einen Zahn zu und kam zum Abschlusstreffer durch Thomas Hitzlsperger und mit viel Glück durch Gomez' spätes Tor um eine Verlängerung herum.